FAQ 11: IPCC und UNFCCC


IPCC und UNFCCC gehören beide in den Kontext der Vereinten Nationen und befassen sich mit dem Klimawandel. Es handelt sich aber um sehr verschiedene Formate mit unterschiedlichen Aufgaben und Zielgruppen. 

11.1 Was ist der Unterschied zwischen IPCC und UNFCCC?

Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) - oft als "Weltklimarat" bezeichnet - ist eine Institution der Vereinten Nationen. In seinem Auftrag tragen Fachleute weltweit regelmäßig den aktuellen Kenntnisstand zum Klimawandel zusammen und bewerten ihn aus wissenschaftlicher Sicht. Der IPCC bietet Grundlagen für wissenschaftsbasierte politische Entscheidungen, indem er unterschiedliche Handlungsoptionen und deren Implikationen aufzeigt, ohne jedoch konkrete Lösungswege vorzuschlagen oder Handlungsempfehlungen zu geben.

Das United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), im Deutschen „Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen“, ist ein internationales, rechtlich verbindliches Umweltabkommen mit dem Ziel, eine gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems zu verhindern und die globale Erwärmung zu verlangsamen sowie ihre Folgen zu mildern.

11.2 Welche Rolle spielt der IPCC in der Klimapolitik?

Da die Mitgliedsländer des IPCC an der Begutachtung der Berichte beteiligt sind und ihrer Veröffentlichung zustimmen müssen, haben deren Aussagen international großes Gewicht und sind eine wichtige Basis bei den jährlichen Verhandlungen zur Klimarahmenkonvention (UNFCCC).

Die Glaubwürdigkeit des IPCC und das hohe Gewicht seiner Aussagen in der Klimapolitik sind maßgeblich auf die transparente Kooperation von Wissenschaft und Politik zurückzuführen, die sowohl Politikrelevanz als auch wissenschaftliche Unabhängigkeit der Berichte gewährleistet.