Über IPCC

Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)
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Auf der Webseite des IPCC:

Mandat

Der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC), wurde ins Leben gerufen, um Entscheidungsträgern und anderen am Klimawandel Interessierten eine objektive Informationsquelle über Klimaänderungen zur Verfügung zu stellen. Der IPCC betreibt selbst keine Wissenschaft und überwacht keine Klimadaten oder -parameter. Seine Aufgabe besteht darin, die aktuelle wissenschaftliche, technische und sozioökonomische Literatur, die weltweit zu dem Thema publiziert wird, umfassend, objektiv, offen und transparent zusammenzutragen und zu bewerten. Das Themengebiet reicht vom Risiko menschengemachter Klimaänderung über ihre beobachteten und projizierten Auswirkungen bis hin zu Anpassungs- und Minderungsoptionen. IPCC-Berichte sollten politisch neutral sein, obgleich sie sich objektiv mit politisch relevanten wissenschaftlichen, technischen und sozioökonomischen Faktoren befassen müssen. Sie sollten hohen wissenschaftlichen und technischen Standards genügen und möglichst eine Vielzahl an Meinungen und Fachkenntnissen sowie eine breite geographische Verteilung widerspiegeln.

Wer ist IPCC?

Der IPCC ist ein wissenschaftliches zwischenstaatliches Gremium, das von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) ins Leben gerufen wurde. Es besteht aus:
  • Den Regierungen: der IPCC steht allen WMO- und UNEP-Mitgliedsstaaten offen. Deren Regierungen nehmen an IPCC-Vollversammlungen teil, auf denen die wichtigsten Beschlüsse über das Arbeitsprogramm gefasst werden und Berichte angenommen, verabschiedet und genehmigt werden. Sie sind außerdem an der Begutachtung der IPCC-Berichte beteiligt.
  • Den Wissenschaftlern: hunderte von Wissenschaftler aus der ganzen Welt tragen zur Arbeit des IPCC als Autoren und Gutachter bei.
  • Den Menschen: als ein Gremium der Vereinten Nationen strebt der IPCC nach der Förderung der UN Entwicklungsziele. Warum der IPCC gegründet wurde

    Klimaänderung ist ein sehr komplexes Thema: politische Entscheidungsträger benötigen eine objektive Informationsquelle über die Ursachen von Klimaänderung, ihre potenziellen Folgen für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft sowie über die Optionen zur Anpassung an und Minderung von Klimaänderung. Aus diesem Grund haben WMO und UNEP 1988 den Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderung (IPCC) gegründet.
    Der IPCC ist ein wissenschaftliches Gremium: die von ihm in seinen Berichten bereitgestellten Informationen beruhen auf wissenschaftlich erwiesenen Tatsachen und spiegeln die innerhalb der Wissenschaft vorhandenen Meinungen wider. Die umfassende Bandbreite der wissenschaftlichen Inhalte wird durch Beiträge von Experten aus aller Welt und allen relevanten Fachrichtungen (inklusive Literatur aus der Wirtschaft und traditionelle Praxis, falls angemessen dokumentiert) sowie den zweistufigen Begutachtungsprozess durch Experten und Regierungen sichergestellt.
    Als zwischenstaatliche Organisation kann der IPCC Entscheidungsträgern wissenschaftlich-technische und sozioökonomische Informationen auf politisch relevante, aber politikneutrale Art und Weise zur Verfügung stellen. Durch die Anerkennung von IPCC-Berichten und die Verabschiedung ihrer Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger erkennen Regierungen die Rechtmäßigkeit der wissenschaftlichen Inhalte an.
    Der IPCC stellt seine Berichte in regelmäßigen Abständen zur Verfügung, und sie werden sofort zu Standardreferenzwerken, die intensiv von Politikern, Fachleuten und Studenten genutzt werden. Die Erkenntnisse des Ersten IPCC-Sachstandsberichts aus dem Jahre 1990 spielten eine entscheidende Rolle bei der Erstellung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC), die auf dem Rio-Gipfel 1992 zur Unterzeichnung freigegeben wurde und 1994 in Kraft trat. Die UNFCCC stellt den übergreifenden politischen Rahmen zur Behandlung von Klimaänderungsfragen dar. Der Zweite IPCC-Sachstandsbericht aus dem Jahre 1995 lieferte wichtige Argumente für die Verhandlungen zum Kyoto-Protokoll 1997, und der Dritte IPCC-Sachstandsbericht aus dem Jahre 2001 wie auch Sonder- und Methodikberichte lieferten weitere Informationen, die für die Entwicklung der UNFCCC und des Kyoto-Protokolls relevant waren. Der IPCC bleibt weiterhin eine Hauptinformationsquelle bei den Verhandlungen im Rahmen der UNFCCC.

    Organisation

    Als zwischenstaatliches Gremium steht der IPCC allen Mitgliedsstaaten der Meteorologischen Weltorganisation (WMO) und des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) offen. Seine Aktivitäten orientieren sich an dem durch WMO und UNEP übertragenen Mandat und werden durch die vom Ausschuss verabschiedeten Prinzipien geregelt. Über das Arbeitsprogramm des IPCC entscheidet der Ausschuss in Plenarsitzungen.




    Ausschusssitzungen

    Der Ausschuss kommt etwa einmal jährlich in Plenarsitzungen mit Beteiligung von Regierungsvertretern zusammen. An diesen Sitzungen nehmen hunderte von Beamten und Fachleuten aus den relevanten Ministerien, Behörden und Forschungseinrichtungen der Mitgliedsstaaten und aus Teilnehmerorganisationen teil. Wichtige Entscheidungen wie die Wahl des IPCC-Vorsitzenden, des IPCC-Vorstands und des Task Force-Vorstands, Beschlüsse zu Struktur und Mandat der IPCC-Arbeitsgruppen und Task Forces sowie über prozedurale Dinge, Arbeitsplan und Budget werden vom Ausschuss in der Vollversammlung gefasst. Der Ausschuss entscheidet auch über Umfang und Struktur von IPCC-Berichten und verabschiedet die Berichte. Das IPCC-Sekretariat, das im WMO-Hauptquartier untergebracht ist, plant, leitet und verwaltet alle IPCC-Aktivitäten.

    Die IPCC-Arbeitsgruppen und Task Forces

    Der IPCC hat zurzeit 3 Arbeitsgruppen und die Task Force on National Greenhouse Gas Inventories. Die Arbeitsgruppen und die Task Force haben klar umrissene, vom Ausschuss verabschiedete Mandate, und ihre Aktivitäten werden von je zwei Ko-Vorsitzenden geleitet. Sie werden je von einem Sekretariat (Technical Support Unit, TSU) und dem Arbeitsgruppen- bzw. Task Force-Vorstand unterstützt. Arbeitsgruppe 1 befasst sich mit den "Wissenschaftlichen Grundlagen von Klimaänderung", Arbeitsgruppe 2 mit "Auswirkungen, Anpassung und Verwundbarkeiten" und Arbeitsgruppe 3 mit der "Verminderung des Klimawandels". Das Hauptziel der Task Force besteht in der Entwicklung und Verfeinerung einer Methode zur Berechnung von und Berichterstattung über nationale THG-Emissionen und -Entnahmen. Zusätzlich zu den Arbeitsgruppen und der Task Force können weitere Task Forces und Leitungsgremien eingerichtet werden, um bestimmte Themen für einen begrenzten Zeitraum oder auch länger zu behandeln.

    IPCC Treuhandfonds

    IPCC-Aktivitäten, insbesondere die Beteiligung von Fachleuten aus Entwicklungsländern an der IPCC-Arbeit und die Veröffentlichung und Übersetzung von IPCC-Berichten, werden vom IPCC-Treuhandfonds unterstützt, zu dem Regierungen freiwillige Beiträge leisten. Weitere wichtige Beiträge zu den IPCC-Aktivitäten leisten insbesondere Regierungen, die Technical Support Units beherbergen, die Teilnahme von Fachleuten an IPCC-Aktivitäten unterstützen, Treffen organisieren und Übersetzungen finanzieren. WMO, UNEP und die UNFCCC leisten ebenfalls finanzielle Unterstützung. Die WMO beherbergt das IPCC-Sekretariat, und WMO und UNEP stellen je eine Personalstelle für das IPCC-Sekretariat.